[REZENSION] Monsters of Verity

Worum geht es: In einer Welt in der aus den grausamen Gewalttaten der Menschen Monster entstehen, kämpfen zwei verfeindete Spezies gegeneinander. Eine Stadt in zwei Territorien aufgeteilt, welche nur durch einen bröckelnden Waffenstillstand als Grenze von einander getrennt ist. Und mittendrin zwei Teenager, einer ein Monster und eine ein Mensch, verfeindet mit einem Ziel: den Waffenstillstand aufrechtzuerhalten. Doch können Mensch und Monster eine Stadt verteidigen wenn sie eigentlich gegen die inneren Monster kämpfen?

,,Ich weiss, was eure Art anrichten kann. Ich habe die Aufnahmen gesehen, ich habe gesehen, wie ihr mit euren Opfern spielt, wie Katz und Maus,… Ich bin keine Maus, August Flynn, verstehst du? Ich weiss, wer du bist.“

Monsters of Verity – Dieses Wilde, Wilde Lied S. 258

Die Taten von Menschen haben Folgen, nur sind diese plötzlich sichtbar. Es entstehen Monster, jedes grausamer und blutrünstiger als das nächste und plötzlich ist sich wieder jeder Mensch selber der nächste. Victoria Schwab hat hier ein Setting geschaffen, welches mich gleich von der ersten Seite an gefesselt hat. Die ganze Idee mit den Monstern, der geteilten Stadt und dem normalen Leben am Tag und der Jagd in der Nacht mag zwar dem Einen oder Anderen nicht völlig neu erscheinen, mich konnte es jedoch auf voller Linie überzeugen.

Auch die Figuren waren gut gestaltet und nicht eindimensional ausgeformt. Auf der einen Seite haben wir August, ein Monster, welches gerne ein Mensch wäre und sich gegen seine ursprüngliche Natur wehrt. Im Lauf der Geschichte kann man seine innere Zerrissenheit förmlich spüren und man leidet als Leser einfach mit. Obwohl seine Art als die schlimmste überhaupt gilt, war er mir sympathisch. Auf der andern Seite, als Gegenpart, haben wir Kate. Sie ist ein Mensch und hat mit sehr vielen Dämonen zu kämpfen. Im Gegensatz zu August, ist ihr jedoch alles egal. Mit ihr wurde ich erst im Laufe der Geschichte warm, bis zum Schluss wurde ich jedoch das Gefühl nicht los das sie als mehr beschrieben wurde als sie wirklich war. Ein klarer Fall von in einem falschen Umfeld geboren und nicht dafür bereit.

,,Und die ganze Zeit über flüsterte der Schatten in ihrem Schädel.

Du bist eine Jägern.

Du bist eine Mörderin.“

Monster of Verity – Unser düsteres Duett S. 349

Die Gegenspieler waren gut durchdacht, wenn meiner Meinung nach auch manchmal etwas zu oberflächlich. Man versteht zwar sein Motiv, nur waren für mich seine Beweggründe bis zum Schluss nicht klar ersichtlich. Zudem wurde über zwei Bände hinweg Spannung aufgebaut und der Endkampf war dann innert paar Seiten vorbei. In diesem Zusammenhang würde vielleicht das Wort Enttäuschung fallen, aber das wäre übertrieben. Ich war nicht enttäuscht, ich hätte mir einfach mehr erhofft. Da ich aber die Beweggründe nicht ganz herauslesen konnte, passte das schnelle Ende dann halt wieder. Ohne zu spoilern möchte ich hier der Autorin ein Lob aussprechen. Das wirkliche Ende sah ich nicht voraus und hat mich kalt erwischt. Ein mutiger Schritt, der sich aber gelohnt hat.

Der Schreibstil war angenehm zu lesen und man flog nur so über die Seiten. Auch die Cover finde ich schön gestaltet und können locker mit den englischen mithalten.

Fazit: Bis auf den Schluss fand ich beide Bücher genial. Monsters of Verity war ein purer Lesegenuss, welcher ich jeder und jedem wärmstens empfehlen kann.

Bewertung:

2/5 Taschentücher
5/5 Spannung
4/5 Schokoladentafeln

Gesamthaft: 4/5 Sterne!

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