[MÄÄÄHN-REVIEW] Avengers – Endgame

Ich bin ein Neuling wenn es um das Marveluniversum geht, gelinde gesagt habe ich auf diesen Film nicht 10 Jahre gewartet wie andere – sondern nur ca. 5 Monate. Und innerhalb diesen 5 Monaten habe ich beinahe jeden Marvel Film in korrekter Reihenfolge nachgeholt. Mit allen Pre und Post Credits Szenen um die Zusammenhänge zu sehen – nur um dann bereit zu sein für Captain Marvel und Endgame. Und ich denke die vielen Stunden vor dem Fernseher haben sich gelohnt.

Wie ich Endgame fand, welche Gefühle Endgame in mir auslöste und was ich gut/schlecht fand werde ich heute in einer „Määähn – Review“ erläutern.

ABER ACHTUNG!
Diese Review wird Spoilers enthalten! Solltest du also den Film noch schauen wollen, bzw. hasst du Spoiler so wie ich solltest du NICHT WEITERLESEN!

Nach Infinity War war ich komplett baff, dies hätte ich niemals erwartet. Kein Happy End, nur die grosse Ungewissheit. Nicht exakt zu wissen was passiert ist und weiterhin passieren wird. Zurückgelassen mit der Unfassbarkeit über den Sieg von Thanos. Dagelassen mit dem Wissen das seine Arbeit getan ist und er sich nun zufrieden zur Ruhe setzen wird. Ich fand das Ende unglaublich gut und war daher richtig heiss auf Endgame.

We’re in the Endgame now

Doctor Strange – Infinity War, Titan

Endgame startet direkt nach der grossen Dezimation, ausgelöst durch den Infinity Gauntlet. Das unbehagliche Gefühl bleibt bestehen, die Avengers haben versagt und 50% allen Lebens wurde ausgelöscht. Und ich wurde auf gesamter Linie überrascht wie es weiterging.

Es war klar, die Avengers wollen Rache. Und sie wollen alles ungeschehen machen. Doch statt in einem epischen Kampf gegen Thanos fand ich mich plötzlich in einem Endzeit Film vor, etwas das ich mir von den Marvel Filmen nicht gewohnt war. Es war überraschend und erfrischend neu. Die Regisseure zeigten eindrücklich was 5 Jahre mit den Charakteren anzustellen vermag. Gerne hätte ich gesehen wie sich die Erde und die übrig gebliebenen Avengers sich in diesen 5 Jahren entwickelt haben – Anarchie, Plünderungen, typische Endzeitstimmung. Jedoch wurde bewusst darauf verzichtet und ich wurde ohne Umwege in diese neue Welt hineinkapituliert.

Jeder Charakter wird im Verlauf einzeln beleuchtet. Es wird gezeigt wie sie damit umgehen, manche haben ihre Lebensfreude und ihren Humor zurückgefunden (versuchen ihren Schmerz mit Witzen zu verstecken), andere leben zurückgezogen und suchen ihre Freude im Alkohol. Jedem Charakter wird genug Zeit gegeben sich zu präsentieren – jedoch finde ich es schade das wir nicht auf den Weg mitgeschickt wurden wie, und besonders wieso, sich die Charaktere so stark verändert haben. Eine solch schwerwiegende Niederlage verändert selbst selbsternannte Götter.

Wir brauchen dich

Hulk & Rocket zu Thor – Endgame, New Asgard (Earth)

Aber was wären die Avengers, wenn nicht nach 5 Jahren jemand auftauchen würde und die Idee hätte, ein paar Zeitreisen zu machen? Gesagt – geplant – getan. Nun fängt es an kompliziert zu werden.

Es wurde versucht ein sehr schwieriges Thema auf gute Art und Weise greifbar und verständlich zu machen. Könnte jedoch, besonders bei nicht ganz so fixen SciFi Fans wie ich es bin, im ganzen Witze reissen über „Back into the Future“ und weiteren Filmen ein bisschen verloren gegangen sein. Die meisten kennen wahrscheinlich das Grossvater Paradox. Reise ich in die Vergangenheit und töte meinen Grossvater wird es meinen Vater und mich niemals geben. Ich würde mich dadurch selbst auslöschen, oder jemand anderes wenn ich möchte. Gehen wir nun davon aus das sich die Gegenwart und Zukunft ändert wenn wir die Vergangenheit ändern, so würde es mich nicht geben wenn ich meinen Grossvater töte. In Theorie würde es auch meinen Sprung in die Vergangenheit niemals geben oder?

Die Gegenwart ist nicht zu ändern – es würde sich eine Realität entwicklen in der mein Grossvater nie existiert hätte. Dies versucht Endgame zu erklären: Die eigene Gegenwart kann nicht geändert werden, selbst wenn man Thanos als kleines Baby tötet. Es wird nun versucht die Infinity Steine aus der Vergangenheit zu entwenden um alles rückgängig zu machen. Dies alles soll dabei ohne ein Chaos zu kreieren über die Bühne gehen. In kurz, es sollen keine abspaltenden Zeitlinien, in welchen Infinity Steine fehlen, erstellt werden. Also werden sie nach getaner Arbeit an die gleiche Stelle in der Zeit zurückgebracht.

Jedoch wird mir bis zum Ende des Filmes klar, dass selbst als unsere Avengers die Infinity Steine an den richtigen Ort in Zeit zurückgebracht haben, ein riesiges Zeitchaos angerichtet worden ist.

Da „unser“ Thanos schon tot ist wird für den Schlusskampf kurzerhand ein Thanos aus der Vergangenheit „verwendet“. Wir haben zwar nicht eine „kaputte“ Zeitlinie, ohne einen oder mehreren Infinity Steinen, sondern eine ohne Thanos? Und was ist mit Gamora? Ist es wirklich richtig auf den Kosten einer anderen Welt, bzw. Zeitlinie zu leben? In der anderen Zeit, aus der Thanos kommt, wird nun Quill nie seine grosse Liebe finden…

Ich finde es sehr mutig von den Regisseuren sich mit neuen Themen auseinander zu setzen und diese auch umzusetzen, aber wie wollen sie sich aus diesem Mist rausreden?

Wörter wären gut

Freundin – als ich am Blog schreiben war und ich sie fragte was ich schreiben sollte

Abgesehen davon, dass sie mit der Zeit komplett durchdrehen, haben sie sich auch dazu entschlossen wichtige Charaktere sterben zu lassen. Und davon hat nur einer einen wirklichen Heldentod bekommen. Und dabei noch einen Genozid veranstaltet. Was ich dabei sehr schade und schwach fand, war das unser Superheld keine Gnade zeigte. Ich hätte gerne gesehen wie Thanos geschlagen irgendwo auf einem Planeten verrotten muss, in dem Wissen das er sein Ziel nicht erfüllt hat. Eine grössere Bestrafung würde es für Thanos nicht geben.

Fazit: Der Film ist gut gemacht, macht auch gut Laune und unterhält super, und dies mit 3 Stunden Laufzeit. Es gibt neue und mutige Ansätze, jedoch hat er seine Schwächen und hinterlässt bei ein paar Sachen einen fahlen Nachgeschmack. Ebenso fand ich es schade waren die Regisseure nicht mutig genug den Sieg mit Blut zu bezahlen. Es starben Avengers, ja, jedoch wurden in dem Film sogar komplett verloren geglaubte Figuren wieder hervorgeholt. Das Ende von Infinity War überraschte mich, der Anfang von Endgame auch. Der Schluss bei Endgame hingegen schaffte dies nicht im selben Ausmass – und dies enttäuscht.

Ach – und von Captain Marvel will ich gar nicht anfangen zu reden!

Miau and out!

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